Einweihung des Gedenksteines Overath-Immekeppel, Gestaltung durch
Steinmetzbetrieb Thomas Ollig e.K. Bergische Landeszeitung; Extrablatt
August 2012

Gedenkstein eingeweiht

Jakobsmuschel erinnert am Löher Berg an die Heidenstraße

Foto: privat

Pfarrer Reimund Fischer und Hans-Josef Tix (li.) bei der Einweihung des Gedenksteins

 

Das Bleifelder Oktett unter der Leitung von Willi Becker umrahmte die Feierstunde mit festlichem Gesang Immekeppel. Der mehr als 1000 Jahre alte Handelsweg von Leipzig bis Köln führte durch Immekeppel.

Die Heidenstraße war schon lange vor der Brüderstraße eine West-Ost-Verbindung für Kaufleute und Soldaten von Leipzig über Kassel bis Köln. Seit dem Mittelalter benutzten auch die Jakobus-Pilger diese Strecke auf dem Weg nach Santiago de Compostela. In unserer Region kam der Weg vom Marienwallfahrtsort Marienheide über Hohkeppel, Hufenstuhl, Leffelsend und Großhurden nach Immekeppel und ging über Löhe und Moitzfeld weiter bis zum Tütberg. Dort gesellte sich später die Brüderstraße von Federath, Overath und Steinenbrück kommend dazu. Von diesem Punkt aus führte die gemeinsame Spur bis zum Kölner Dom und weiter in westlicher Richtung.

Die Pfarrgemeinde St. Lucia Immekeppel errichtete auf Initiative von Hans-Josef Tix nun einen Gedenkstein mit der Jakobsmuschel und der Aufschrift Wegespuren der Heidenstraße am Löher Berg.

 

 

Artikel von der Overather Tafel/Herrn Matthias im Mitteilungsblatt Overath im Januar 2012.

Verlosung der Firma Thomas Ollig e.K. auf dem Overather Weihnachtsmarkt zugunsten der Tafel

Wer glaubt, eine Firma, die Grabmale verkauft, kümmere sich nur um die Toten, sah sich auf dem Overather Weihnachtsmarkt eines Besseren belehrt. Der Steinmetzbetrieb Thomas Ollig e.K. aus Heiligenhaus brachte viel Leben auf den Weihnachtsmarkt und lockte eine große Schar von Kunden an, die Lose für 1 Euro kauften, um einen der attraktiven Preise zu gewinnen. Die Inhaberin der Firma, Martina Velden, hatte vorher ganze Arbeit geleistet. Sie sammelte Preise von Geschäften aus Overath, Bergisch Gladbach, von ihren Lieferanten und stiftete selbst noch viele dazu, so dass mehr als 300 Preise zusammen kamen, die von den Firmen oder vom Ollig Team und Freunden liebevoll verpackt, für große und kleine Kunden interessant waren. Der Erlös war komplett für unsere Tafel vorgesehen, und der Betrag, der am Ende zusammen kam, konnte sich sehen lassen: 2.603 Lose waren gekauft und damit ebenso viele Euro eingenommen worden.

Für die Tafel kommt diese Finanzspritze wie gerufen. Es stehen nämlich einige notwendige kostenträchtige Maßnahmen an. Die Winterreifen für die Lieferwagen müssen z.B. gekauft und montiert werden usw..

Wir danken allen Spendern von Preisen, allen Loskäuferinnen und –käufern und vor allem Martina Velden und den Mitarbeitern der Firma Thomas Ollig e.K. herzlich für die hilfreiche Unterstützung.

 Dieter Matthias

 

Ausgabe Kölner Stadtanzeiger 24.8.2006

Im Rahmen der Veranstaltung "Die Sonne geht auf" ist nachfolgender Artikel über
unseren Betrieb im Kölner Stadtanzeiger erschienen.

 

 

Einzigartig - wie der Mensch

Von STEFANIE JOOSS, 24.08.06

Overath - Im Rahmen der Aktion „Die Sonne geht auf“ stellt der „Kölner Stadt-Anzeiger“ Overather Unternehmen vor. Heute: der Steinmetzbetrieb Ollig.

Thomas Ollig schafft aus Granitplatten Grabmale - ein Job, der für ihn alles andere als traurig ist,
sondern jedes Mal die Arbeit an einem Unikat.

Im Rahmen der Aktion „Die Sonne geht auf“ stellt der „Kölner Stadt-Anzeiger“
Overather Unternehmen vor. Heute: der Steinmetzbetrieb Ollig.

Overath - „Um Gottes Willen - immer nur Tote und Traurige“, habe Martina Velden gedacht, als Thomas Ollig ihr erklärte,
dass er als Steinmetz tagein, tagaus Grabsteine bearbeitet. Inzwischen findet sie den Beruf ihres Lebensgefährten alles andere
als traurig. Grabsteine betrachtet sie als persönliche Denkmäler: „Sie dienen als Erinnerungsmal und Trost für die Hinterbliebenen.
 Es macht Spaß, mit den Kunden einen Stein zu finden, der zu der verstorbenen Person passt.“ Insbesondere Männer täten sich
 schwer bei der Auswahl des richtigen Grabmals.

Kleiner Kran

Von einem Denkmal sind die meisten Steine noch weit entfernt, wenn sie zu Ollig geliefert werden. Unscheinbar stapeln sich die
Tranchen aus Granit auf dem Hinterhof. Jede der dicken Steinscheiben ist etwa einen Meter breit, mehr als zwei Meter lang
und wiegt hunderte von Kilos.

Beim Transport der Schwergewichte hilft Ollig ein kleiner Kran. Er ist der Stolz des ganzen Betriebes. „Sie werden staunen,
was der alles kann“, verspricht Velden. Problemlos hebe er die schwersten Brocken. Dabei sei die Maschine so klein, dass
sie selbst in die engsten Ecken passe. Zur Demonstration transportiert Ollig mit seinem Helfer gleich einen Grabstein von der
Ausstellungsfläche in die Werkstatt. Anders als die meisten Grabmale auf Olligs Hof ist dieser Stein nicht auf Hochglanz poliert,
bis sich der Betrachter darin spiegelt. Die hellgraue Oberfläche sieht vollkommen unbehandelt aus.

"Dieser Stein wurde gebrannt“, erklärt Ollig. Solche natürlich wirkenden Felsen würden immer beliebter. Neben dem Zuschnitt
und der Oberflächenbehandlung kümmert sich der Overather am liebsten um die Feinheiten: Ornamente wie zum Beispiel
eine eingemeißelte Rosenblüte. Erst ritzt der Steinmetz dabei mit einem Diamanten die Konturen in den Stein. Mit Pressluft
 entfernt er anschließend die Zwischenräume, so dass das Ornament dreidimensional wird. „Eine ruhige Hand und ein gutes
bildliches Vorstellungsvermögen“ brauche es dafür unbedingt, sagt der 42-Jährige. Wo Quarze sind, ist der Stein außerdem
 härter als an anderen Stellen. Kein Stein gleicht also dem anderen. Jeder ist ein Unikat - wie die Persönlichkeit,
an die er nach ihrem Tod erinnern soll.